Als ich mich entschied auf S-BUS umzustellen anstatt CPPM, dachte ich noch, dass ich nur einen neuen Empfänger kaufen müsste (den X4R-SB) und das war es. Hab dann noch weiter recherchiert und rausgefunden, dass mein aktuelles FrSky DJT Modul eben nicht mit X-Serie Empfängern funktioniert. Klingt ja auch logisch: es gibt die D-Serie und es gibt die X-Serie. Der DJT funktioniert daher nur mit D-Empfängern (z.B.: D4R-II) und der XJT eben nur mit X-Empfängern (z.B.: X4R-SB).

So kam es dazu, dass ich mir den aktuellen Preis der Taranis X9D Plus anschaute, denn dieser Sender hat auch ein internes XJT Sendemodul eingebaut. Flyduino bietet den Sender mit Softcase aktuell für unschlagbare 218,90€ an und das versandkostenfrei! (Siehe meine Einkaufsliste) Wenn man die Kosten für das XJT Modul abzieht, kostet der Sender nur noch knapp 70€ mehr als eine Turnigy 9XR + XJT Modul. Und diese 70€ sind es definitiv wert! Es gibt aktuell keine andere Funke, die so vielseitig erweiterbar ist.

Man muss aber sehr gut prüfen, wenn man ein FrSky Produkt kauft, welche Firmware da drauf gespielt ist. Denn wenn man die Taranis von Flyduino kauft, dann ist auf dem internen XJT Modul bereits die neue LBT – EU Firmware drauf und anscheinend (ich hab es selbst noch nicht probiert) kann man es auch nicht auf die internationale Firmware flashen. Das bedeutet, dass man nur noch den X-Modus (unsinniger Weise noch D16 genannt) mit dieser Taranis verwenden kann. Sprich, man kann keine Empfänger der D-Serie (D8 genannt) verwenden. Wenn man sich also einen Empfänger bei Banggood kauft und den Sender bei Flyduino, dann werden die beiden vermutlich nicht sofort miteinander funktionieren. Man muss daher vorher den Empfänger auch mit der LBT EU Firmware flashen, damit es wieder geht.

Am Besten ihr kauft den Sender und Empfänger von der gleichen Quelle. Das Flashen eines X-Serie Empfängers wäre allerdings auch recht einfach. Vor allen Dingen, wenn man eine Taranis verwendet. Denn man kann die Empfänger sehr einfach per Servokabel an den Sender anschließen und mit Hilfe dieses Senders selbst flashen. Hier findet ihr eine Anleitung auf englisch, wie man das macht. Wer allerdings noch alte D-Serie Empfänger hat, der wird sie mit einer LBT EU Taranis nicht nutzen können, da diese Taranis, wie oben erwähnt nur D16 also X-Serie kann und nicht D8, also D-Serie. Zumindest nicht mit dem internen Sendemodul. Man kann natürlich auch das DJT Modul, was man bisher in der Turnigy eingesteckt hatte auch in die Taranis stecken, denn sie hat auch einen JR Sendemodul-Schacht.

Es ist schon einige Zeit her, dass ich einen Beitrag in meinem Blog geschrieben habe. Der Grund dafür ist einfach: In den letzten Monaten hatte ich keine Zeit über um einen Blogeintrag zu schreiben, da ich meinen kleinen neugeborenen Sohn erstmal kennen lernen musste. 🙂

Aber es blieb dennoch Zeit für mein Quadrocopter Hobby übrig und so konnte ich einige neue Dinge ausprobieren.

Jetzt, wo ich etwas Zeit über habe, habe ich gleich mal die Einkaufsliste auf Vordermann gebracht. Denn es haben sich in den letzten 5 Monaten schon einige Dinge geändert, bzw. habe ich neue Erfahrungen sammeln können.

Ich selbst fliege aktuell gar keinen 250er Copter mehr, sondern nur noch 210er. Das liegt daran, dass der 210er noch mal ein Stück wendiger ist. Und der Rahmen den ich aktuell verwende (LISAM LS 210), ist besonders stabil.. vermutlich, weil es eben ein wenig kleiner als der ZMR 250 ist. Ich hab daher beide Rahmen in der Einkaufsliste verlinkt.

Außerdem würde ich Stand Heute auch keinen STM32 F1 FlightController mehr empfehlen (CC3D, Naze32, etc.), sondern den STM32 F3 Flight Controller namens X-Racer. Da gibt es viele Gründe, aber zusammengefasst: man bekommt zig mehr Features für einen wenig höheren Preis.

Auch als PDB würde ich mittlerweile kein PDB im Form des Frames mehr empfehlen. Es gibt jetzt echt nette, kleine mini PDBs, die einiges an Features auf einer Platine gepackt haben, die im selben Formfaktor daher kommt, wie der FC auch, also super aufzubauen ist. Ein Feature ist beispielsweise ein integriertes OSD (STOSD), das man noch nicht mal konfigurieren muß, wenn man mit den Standard-Einstellungen zufrieden ist. Einfach das PDB anschließen und man hat ein OSD mit Lipo Spannung- und Verbrauchsanzeige und Flugzeit ohne, dass man etwas einstellen müsste. Nur wenn man etwas an diesem Setup ändern möchte, müsste man einen kleinen Aufwand betreiben und das OSD konfigurieren.

Genauso verhält es sich bei der Video Brille für den FPV Flug. Auch hier hatte ich lange Zeit die Quanum V2 angepriesen. Seit einigen Wochen gibt es jedoch von Eachine die VR D2. Diese Brille bietet das gleiche, sehr gute Display gepaart mit einem Diversity Empfänger und dazu noch eine Videoaufnahmefunktionalität (DVR) in einem Gerät. Das komplette Ding ist sogar noch deutlich leichter als die Quanum V2, was sich im Tragekomfort wieder spiegelt. So hat man eine echt sehr gute All-In-One Lösung für schmales Geld (um die 90€ aktuell).

Auch den früher empfohlenen Sender Turnigy 9XR Pro würde ich heute nicht mehr empfehlen. Es gab zwar damals schon die Taranis von FrSky, doch damals war sie noch etwas teurer und ich hatte außerdem nicht die Notwendigkeit für mehr gesehen, als das was die 9XR schon bietet. Doch mittlerweile bin ich schon recht oft an die Grenzen der 9XR Pro gekommen, was beispielsweise die Schalter anbelangt. Außerdem kostet die Taranis nur noch ca 80€ mehr als die 9XR Pro + FrSky Sendemodul. Bei der Taranis ist bereits ein internes Sendemodul dabei. Auch der Akku des Senders ist bei der Taranis dabei und muss beim 9XR Pro extra gekauft werden. Macht zwar nicht die Kohle fett… aber hey… das schmälert eben den Preisunterschied zur Taranis. Die Taranis ist aktuell die defacto Standard Funke. Sie hat unzählige 3-Wege-Schalter und wird von fast allen Pro FPVler eingesetzt oder zumindest empfohlen. Auch ich werde jetzt auf die Taranis umschwenken und später dann eventuell darüber berichten.

Von FrSky empfehle ich jetzt auch den X4R-SB Empfänger und nicht mehr den D4R-II. Und zwar aus dem Grund, weil der X4R ein S-BUS Empfänger ist. Ganz grob erklärt: S-BUS wird digital übertragen und hat eine eingebaute Fehlerkorrektur. CPPM wird dagegen analog übertragen und so muss die Software auf dem FlightController darauf achten eine Fehlerkorrektur einzusetzen. Alleine aufgrund dieses Umstandes ist S-BUS am Ende einfach deutlich schneller als CPPM und das wirkt sich in der Reaktionsgeschwindigkeit des Copters auf eure Stick-Bewegungen aus. Das sind zwar nur kleine Unterschiede im Millisekundenbereich, aber bei 90 km/h können das schon ca 1,5m Flugstrecke sein. Und das ist eine weite Strecke, wenn man ein Racegate oder eine Kurve erwischen möchte. 🙂

Alles in allem, hat sich sehr viel getan, weswegen ich meine Racer Einkaufsliste wieder auf den aktuellen Stand bringen musste. Sobald ich dazu komme, werde ich auch mal eine Schritt für Schritt Aufbaueinleitung zu den von mir empfohlenen Bauteilen schreiben.

Viel Spaß beim Fliegen!

Das Hobby Quadrocopter ist nicht gerade das günstigste Hobby der Welt. Zum Einen hat man eine gewisse Anfangsinvestition zu tätigen, um überhaupt den Einstieg zu bewältigen. Zum Anderen hat man gerade am Anfang recht hohe Kosten für Props, weil man je nach Können entsprechend viele Props an einem Flugtag kaputt macht.

Man kann natürlich einfach auf besonders günstige Props setzen, um so den Kostenfaktor zu senken. Doch hat man das Problem, dass sehr günstige Props auch wenig steif sind und dadurch die Flugeigenschaften des Copters extremst negativ beeinflussen. Das führt dann wiederum dazu, dass man nicht vernünftig mit dem Copter fliegen kann und am Ende dadurch unweigerlich noch mehr Props zerstört.

Gute Props, beispielsweise die HQProps 5×4.5 BN (Glass oder Carbon verstärkt) oder das Pendant von GemFan kosten wiederum deutlich mehr und unglücklicher Weise gehen sie auch noch viel schneller zu Bruch. Kaum hat man einen Ast berührt sind sie schon kaputt. Dafür hat man mit ihnen aber echt gute Flugeigenschaften.

Auf der Suche nach alternativen Props war ich auf die DAL Prop 5×4.5×3 Bullnose Props gestoßen, die angeblich „unbreakable“ sein sollten. In diesem Video wird offensichtlich demonstriert, wie unkaputtbar diese Props angeblich sein sollen.

Echt beeindruckend, wenn das wirklich so stimmen sollte. Also habe ich mal zwei Sets a 4 Props hier gekauft:

DAL 5045BN Tri-Blade Bullnose Propeller 2 Paar CW/CCW, Schwarz

Und heute hatte ich endlich mal die Gelegenheit diese Props auszuprobieren. Und ich muss ehrlich sagen, ich bin verblüfft! Ich hab echt verdammt viele Crashes hingelegt und das auf unterschiedlichste Art und Weise! Und nicht ein einziger Prop ist dabei zu Bruch gegangen!

Die Flugeigenschaften sind auch wirklich klasse, da diese Props ebenfalls ziemlich steif sind wie die HQProps oder GemFan Bullnose.

Und noch ein weiterer Vorteil: Diese Props sind über den oben erwähnten Link in Deutschland zu beziehen und kosten sogar weniger als die HQProps über Flyduino!

Daher meine uneingeschränkte Empfehlung!!!

Zum Abschluss noch eine kleine Crash Compilation von meinem Flug heute:

Seit dem ich letztes Jahr wieder mit dem Copter Hobby angefangen habe, habe ich zwar zunächst noch auf MultiWii, dann aber recht bald auf OpenPilot als Flugsteuerungssoftware gesetzt. Sie ist sehr einfach zu installieren, bringt einen Wizard zum Einrichten des Copters mit und hat eine sehr moderne Oberfläche.

Anfangs gab es auch noch Updates der Firmware für den Copter und alles schien super. Später gab es nur noch Updates für die moderneren FC und nicht mehr für den CC3D, der auf einen STM32F1 Chip setzt. Moderne FC haben meist den STM32F3 oder neuer im Einsatz. Für einen 250er Racer macht es übrigens kaum einen Unterschied, welchen dieser 32 Bit Prozessoren man im Einsatz hat.

Jedenfalls hatte das OpenPilot Team offensichtlich beschlossen keine Firmware Updates mehr für den CC3D zu erstellen. Macht ja eigentlich auch nichts, denn die verfügbare Version der Firmware für den CC3D läuft weiterhin super und ohne Probleme.

Doch Mitte letzten Jahres gab es wohl dann einen Streit zwischen den Entwicklern bei OpenPilot aufgrund unterschiedlicher Ansichten, wie es zukünftig weiter gehen sollte mit der Entwicklung von OpenPilot.

Sowas passiert anscheinend sehr gerne mal in der OpenSource Szene und seltsamer Weise nun erneut bei einer Flugsteuerungssoftware. Denn sowas ähnliches war damals schon mit BaseFlight passiert (eine 32Bit Weiterentwicklung von MultiWii). Auch da hatten sich einige Entwickler zerstritten und es entstand CleanFlight daraus.

Doch nun zurück zu OpenPilot: Auch hier führte der Streit zwischen den Entwicklern bei OP dazu, dass neue Ableger der Software entstanden sind. Zunächst wären da Taulabs (http://www.taulabs.org/) und LibrePilot (http://www.librepilot.org/) zu nennen. Und seit dem nun auch Teile von OpenPilot nicht mehr so richtig erreichbar sind (Wiki & Dokumentation, OPTune, etc.), ergibt es überhaupt keinen Sinn mehr weiterhin auf OpenPilot zu setzen. Diese OpenSource Software hat sich zum heutigen Stand erfolgreich selbst gekillt. Also sollte man schauen, dass man den Übergang zu einer der anderen Ableger wagt.

Durch einen Foreneintrag bin ich heute darauf aufmerksam geworden, dass es nun anscheinend noch einen weiteren Ableger aus dieser Kategorie zu geben scheint: dRonin (http://www.dronin.org)

dRonin ist kein direkter Ableger von OpenPilot, sondern von Taulabs. Soll aber ein noch aktiveres Entwicklerteam haben. Wenn ich das richtig verstanden habe, wirken wohl auch viele der ursprünglichen Entwickler von OP nun bei dRonin mit.

Ich habe heute diese Software nun auf meinen Copter aufgespielt und bin echt überrascht, wie viel mehr Einstellungen im Vergleich zum ursprünglichen OP man nun machen kann. Vieles dieser Einstellungen kommen ursprünglich von Taulabs. Doch soll der AutoTune Modus von dRonin etwas weiter entwickelter und einfacher zu bedienen sein, als in Taulabs. Das werde ich aber demnächst auf dem Feld mal genauer testen und später darüber berichten. Man hat auch noch eine Fülle an unterschiedlichen Flugmodi, die man ausprobieren kann.

Aber einen weiteren entscheidenden Unterschied gibt es zwischen Taulabs und dRonin, weswegen ich mich nun schlussendlich für dRonin entschieden habe: Es gibt ein MSP Telemetry Modul, was man aktivieren kann. Hat man das getan, kann der CC3D nun auch MSP Telemetry Daten senden und dies ist wiederum perfekt, um MWOSD mit Daten zu versorgen. Bisher brauchte man immer einen speziellen Fork der auf MinimOSD Hardware laufenden OSD Software namens MinopOSD (https://code.google.com/archive/p/minoposd/), damit diese unter OP mit dem CC3D sprechen konnte. Mit dRonin und dem MSP Modul kann der FC nun auch das selbe Protokoll sprechen, was MultiWii damals genutzt hat und somit kann die weit verbreitete Software MWOSD (http://www.mwosd.com/) ganz normal aufgespielt und eingesetzt werden!

Sehr genial, wie ich finde! Innerhalb von 2h hatte ich meinen Copter umgesattelt von der alten OP Software auf dRonin mitsamt des OSDs.

Ich bin gespannt, wie mein Racer sich nun fliegen wird. 🙂

Die beste Methode, um das Fliegen zu erlernen oder zu trainieren ist definitiv das direkte Ausprobieren auf einem Feld oder Ähnlichem. Aber manchmal hat man entweder nur wenig Zeit oder aber das Wetter spielt nicht mit. Oder falls man noch Anfänger ist und nicht gleich Millionen von Propellern und andere Teile seines Copters verschrotten möchte, könnte man auch einfach in einem Simulator am heimischen PC, Mac oder Linux Rechner trainieren.

Dabei gibt es viele Simulatoren aber den folgenden Simulator kann ich euch dringend empfehlen:

http://fpv-freerider.itch.io/fpv-freerider

Und das aus den folgenden Gründen:

  • Durch einen passenden USB Dongle könnt ihr eure Funke als Eingabegerät ins System einbinden und so den Copter mit eurer eigenen Funke steuern
  • Die Flugeigenschaften dieses Simulators fühlen sich schon recht realistisch an
  • Man hat in der Vollversion gleich 5 sinnvoll gewählte Strecken, wo man das schnelle Fliegen und Akrobatik, aber auch langsames Proximity-Fliegen trainieren kann
  • Die Vollversion kostet nur knapp 6€ und selbst in der kostenlosen Version kann man uneingeschränkt auf einer Strecke fliegen
  • In der Vollversion kann man auch die Rate Eigenschaften einstellen und so das Flugverhalten im Simulator besser an sein eigenes Setup annähern

Klar, es bleibt nun mal ein Simulator und kann entsprechend die Realität nicht wirklich zu 100% nach empfinden, aber für 6€ bekommt man schon echt einen sehr guten Simulator, um ein wenig zuhause trainieren zu können.

Ganz klare Empfehlung meinerseits.

Ursprünglich hatte ich die Intention, einen Blog zu schreiben, der endlich eine Übersicht darüber liefert, was aktuell gut und zu gebrauchen ist auf dem FPV Racer Markt. Man sollte schnell einen Überblick bekommen können, was man kaufen soll und was nicht.

Ich musste jetzt feststellen, dass meine beiden Blog Einträge mit den Kaufempfehlungen zum Racer und zum FPV Equipment schon recht lang geworden sind. Natürlich mit vielen sinnvollen Infos… aber so richtig übersichtlich war das trotzdem noch nicht. Hab gemerkt das Freunde, die meinen Kaufempfehlungen folgen wollten, anfingen sich selbst Listen zu erstellen und eben die Links aus meinem Blog rüber kopiert haben in ihren eigenen Listen. Ist auch cool soweit, aber das sollte eigentlich nicht notwendig sein.

Daher habe ich mich nun ran gesetzt und bin von WordPress.org auf meinen eigenen Server mit einer eigenen WordPress Installation gewechselt, damit ich ein wenig mehr im Blog selbst bestimmen kann.

Und so kommt es, dass ich nun eine dynamische Tabellenansicht gebaut habe, die die Daten in einer Listendatei übersichtlich darstellt. Alles was ich nun machen muss ist diese Listendatei regelmäßig zu pflegen. Die neueste Fassung ist dabei immer automatisch hier im Blog links im Menü unter FPV RACER EINKAUFSLISTE einsehbar.

Diese Einkaufsliste enthält übersichtlich alles, was ich zum Kauf empfehlen würde. Alle Teile in dieser Liste passen zu einander. So braucht man sich also keine Sorgen darüber machen, welche Antennen man zu den Sendern & Empfänger braucht und ob diese passen oder nicht. Alles notwendigen Infos, um die richtige Auswahl zu treffen ist jeweils mit angegeben.

Viel Spaß beim Shoppen! 🙂

Nach unzähligen Video Sendern, die ich mir schon zugelegt habe, weil ich sie aus den unterschiedlichsten Gründen über den Jordan gejagt habe, gebe ich heute mal eine Empfehlung für einen Video Sender und Empfänger ab. In einem weiteren Artikel gebe ich auch einige Hinweise, die man beim Einbau beachten sollte, damit ihr möglichst keine weiteren Sender kaufen müsst, wie ich… 🙂

Frequenzen und Bänder

Es gibt viele unterschiedliche FPV Systeme mit unterschiedlichsten Frequenzbereichen. Für uns kommen aber nur die Systeme im 5,8 Ghz Bereich in Frage, denn unsere Funke zur Steuerung des Copters wird schon meistens im 2,4 Ghz Bereich funken und das schliesst Videosysteme, die ebenfalls im 2,4 Ghz funken, automatisch aus, da sie sich sonst gegenseitig stören würden. Und alle anderen Systeme benötigen außerdem viel zu große Antennen, was auf einem 250er Copter auch nicht ganz so geil geht. Daher legen wir uns auf 5,8 Ghz Systeme fest.

Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass in Deutschland im 5,8 Ghz Bereich nur eine maximale Sendeleistung von 25mw erlaubt ist und außerdem auch nur vollständig im Frequenzband B gefunkt werden darf.

Hier mal alle Frequenzen und Bänder im Überblick:

Kanal Nr.
Band A
Band B
Band E
Band F
Band R (RaceBand)
1 5865 5733 5705 5740 5658
2 5845 5752 5685 5760 5695
3 5825 5771 5665 5780 5732
4 5805 5790 5645 5800 5769
5 5785 5809 5885 5820 5806
6 5765 5828 5905 5840 5843
7 5745 5847 5925 5860 5880
8 5725 5866 5945 5880 5917
Bekannte Marken Walkera FCC Walkera CE Boscam, Airwave, Sky-RF Fatshark, ImmersionRC ImmersionRC
Zulassung in DE nur teilweise vollständig zugelassen gar nicht zugelassen bis auf Kanal 8 in DE zugelassen teilweise zugelassen

 

Das Problem an den Bändern A, B, E, F liegt darin, dass nicht der gesamte, mögliche Frequenzbereich genutzt wird, wie man oben erkennen kann. Denn normaler Weise geht der 5,8 GHz Frequenzbereich bei ca. 56XX Mhz los und geht bis 59XX Mhz. Egal also welches Band man nutzt, die Kanäle liegen recht nah und meisten zu nah bei einander. So kommt es sehr oft vor, dass wenn man mit mehreren Leuten (ab 3) gleichzeitig fliegen möchte, schon in arge Bedrängnis kommt 3 Kanäle zu finden, die gleichzeitig betrieben werden können und man somit Rennen miteinander fliegen kann. Wenn es mehr als 3 werden, hat man schon meistens keine Chance mehr. Vor allen Dingen nicht, mit den Boscam Sendern, die man günstig beziehen kann.

Glücklicher Weise gibt es mittlerweile auch eine Lösung dafür. Die Firma ImmersionRC hat nämlich auch genau dieses Problem erkannt und ein neues Band erfunden, namens RaceBand (siehe oben). Dieses Band nutzt auch den gleichen Frequenzbereich, hat aber die Kanäle sinnvoller aufgeteilt. So fangen die Kanäle nämlich bei 5685 Mhz an und gehen bis 5917 Mhz, nutzen also nahezu den gesamten Frequenzbereich aus. Und die Kanäle sind in gleichen Abständen zu einander vergeben worden – immer mit 37 Mhz dazwischen.

So ist also sicher gestellt, dass 8 Piloten gleichzeitig fliegen und so an einem Rennen zusammen teilnehmen können. Daher auch der Name des Bandes: RaceBand.

Hardware

Sender und Empfänger

Es gibt nun zwei Optionen für die richtige Hardware: teuer oder günstig.

Man kann also direkt die Produkte von ImmersionRC nutzen, die das RaceBand erfunden haben und im FPV Bereich echt gute Arbeit leisten. Diese sind meistens jedoch recht teuer – im Vergleich zur Alternative meistens mehr als doppelt oder dreimal so teuer. Oder man setzt auf eben günstige Alternativen. Ich persönlich finde, dass beide Optionen gute Optionen sind. Hat man sich jedoch für ein System entschieden und möchte auf das andere System wechseln, muss man bedenken, dass man zumindest auch seine Antennen wird wechseln müssen. Denn die ImmersionRC Systeme nutzen meistens SMA – Anschlüsse für die Antennen, wohingegen die günstigen Systeme meistens RP-SMA nutzen. Man kann natürlich dann Adapter verwenden, doch jedes Teil zwischen Antenne und Sender / Empfänger dämpft die Signalstärke natürlich ein wenig mehr.

ImmersionRC (teuer)

Empfänger (Einfach) – 69,90€

http://n-factory.de/onlineshop/58GHz-ImmersionRC-Uno5800-V41-Empfaenger-40CH-Race-Band

Empfänger (Zweifach Diversity) – 167,00€

http://n-factory.de/onlineshop/58GHz-ImmersionRC-Duo5800-V41-Diversity-Empfaenger-40CH-Race-Band-

Sender (25mw) – 49,90€

http://n-factory.de/onlineshop/58GHz-ImmersionRC-25mW-Race-Band-Sender

Sender (200mw) – 74,90€

http://n-factory.de/onlineshop/58GHz-ImmersionRC-200mW-Race-Band-Sender

 

SkyZone (günstig)

Empfänger (Zweifach Diversity) – 50,00€

http://www.banggood.com/Skyzone-RD40-FPV-5_8G-40CH-Diversity-Receiver-p-995945.html?p=I2141717791542015068

Sender (400mw) – 21,47€

http://www.foxtechfpv.com/ts58400-58g-400mw-32ch-mini-av-transmitter-with-raceband-p-2061.html

 

Antennen

Nun fehlt nur noch das richtige Antennenset, denn mit den mitgelieferten Stabantennen kommt man nicht wirklich weit. Selbst, wenn man denn 200mw oder 400mw Sender nutzt. Sogenannte Cloverleaf (CL) und Skew Planar Wheel (SPW) Antennen im Set sollten es schon sein. Wobei aktuell (Herbst 2015) auch eine neue Antennenart auf den Markt gekommen ist die 5 Blätter hat und sich daher Fiveleaf Antennen nennt. Diese sollen sogar noch bessere Empfangs- und Sendequalität bringen, sind aber auch nicht günstig. Auch hier kann man also zwischen teuer und günstig wählen. Ich würde am Anfang definitiv die günstige Variante erst ausprobieren.

Fiveleafs:

Zweier Set für ImmersionRC (SMA): http://www.geoavia.de/fpv-antennen/5-8ghz-fiveleaf/sma/#cc-m-product-9007900899

Zweier Set für SkyZone (RP-SMA): http://www.geoavia.de/fpv-antennen/5-8ghz-fiveleaf/rp-sma/#cc-m-product-9007691799

Cloverleaf & Skew Planar Wheel:

Zweier Set: http://www.banggood.com/5_8Ghz-Mushroom-Omnidirectional-Antenna-For-transmitter-p-942317.html?p=I2141717791542015068

Für ImmersionRC „W-Type SMA“ und für SkyZone „W-Type RP-SMA“ auswählen. W-Type bedeutet, dass der Antennenanschluss nicht abgewinkelt ist, sondern gerade. Dadurch, dass wir eine kleine Antennenverlängerung dazu nehmen werden, brauchen wir keine abgewinkelte Antennen. Dazu aber unten gleich mehr.

Antennenverlängerung

Es ist von Vorteil, wenn nicht die Antenne direkt am FPV Sender angeschraubt wird, denn bei einem Sturz wird dadurch nicht der Antennenanschluss des Senders belastet. Es empfiehlt sich eine kleine Antennenverlängerung zu verwenden und so den FPV Sender (genauer den Antennenanschluss am Sender) zu schützen. Dafür empfiehlt sich die folgende Verlängerung:

http://www.banggood.com/5cm-RP-SMA-Male-to-RP-SMA-Female-Right-Angle-Cable-p-956188.html?p=I2141717791542015068

 

To be continued…

Hier beschreibe ich, was man sich alles holen sollte, für seinen ersten 250er FPV Race Quadrocopter.

Doch erstmal zur Vorgeschichte:

Ich beschreibe jetzt mal nicht detailliert, was ein 250er Race Quadrocopter ist. Denn die meisten, die das hier lesen, wissen das eh schon. Für die anderen nur ganz kurz: Das ist ein kleiner Quadrocopter, dessen Diagonale von Motorschaft zu Motorschaft 250mm also 25cm lang ist. Es ist ein kleiner Copter, dennoch ist es vollgesteckt mit allem nötigen Equipment, damit man einen sogenannten FPV Flug damit durchführen kann. Also mindestens eine Kamera drauf hat und das Bild wird per Sender zum Piloten übertragen, der das Bild in seiner Videobrille sieht und nur durch das Bild der Übertragung den Copter fliegt. Quasi, als säße man in der Ich-Perspektive (First Person) direkt auf dem Copter, daher auch der Name FPV – First Person View.

Neu in dem Quadrocopter „Business“ war ich eigentlich nicht, als ich vor einem halben Jahr mir einen kleinen 250er Racer zusammen baute. Doch damals als ich zuletzt einen größeren Copter aufgebaut und auch zuletzt geflogen hatte (vor ca 2 Jahren), waren 250er Racer noch kein Thema. Dementsprechend musste ich mich neu in das Thema einlesen. Und wie ich mittlerweile weiß, hätte ich einige Hundert Euro auch sparen können, hätte ich einen Blog gefunden, der genau diese Informationen, die ich hier weiter geben möchte, damals schon weitergegeben hätte.

Einen 250er Race Quadrocopter zu bauen ist nämlich eigentlich ganz einfach. Es gibt 1000 Anleitungen im Netz und 1000 Shops wo man alles herbekommen kann. Aber, welche der Anleitungen und Einkaufslisten sind wirklich gut und dennoch günstig und noch wichtiger: überhaupt noch aktuell? Man stößt auf viele Infos und muss selbst versuchen zu sondieren, was für einen selbst jetzt so Sinn ergibt und was nicht.

Aber da man wirklich viel Lehrgeld zahlen kann, möchte ich eine aktuelle Liste an Teilen zusammen stellen, die man für einen sehr guten aber eben noch günstigen Copter braucht. Ich werde zu jedem Teil beschreiben, warum ich den Artikel empfehle und was da für Hintergedanken dahinter stecken.

Ich schreibe extra „aktuell“ deswegen, weil ich diese Liste immer wieder aktualisieren werde, wenn ich es angemessen finde. Beispielsweise, weil ich neue ESCs ausprobiert habe und diese besser sind als die zuvor genutzten, etc. Auch werde ich immer das Änderungdatum über der Liste angeben, damit man selbst entscheiden kann, ob die Liste noch auf Höhe der Zeit ist oder nicht, denn gefühlt kommt jeden Tag was Neues, Besseres raus. 🙂

Viel Spaß beim Bauen! 🙂

Jetzt endlich zu der Liste:

Stand: 01.02.2016


Rahmen

Es gibt viele 250er Rahmen heutzutage. Und man kann vermutlich mit den meisten von ihnen super fliegen. Soviel kann man auch beim Rahmen gar nicht falsch machen. Dennoch würde ich gerade als Einsteiger auf ein verbreitetes System setzen. Ganz konkret empfehle ich daher den ZMR250. Das ist ein günstiger Nachbau des QAV250 von Lumenier:

http://www.banggood.com/ZMR250-H250-250mm-Fiberglass-Mini-Quadcopter-Multicopter-Frame-Kit-p-933189.html?p=I2141717791542015068
Der Rahmen ist super günstig, aber dennoch verdammt robust. Gerade für Einsteiger ist das ein super Argument! Und es gibt alle möglichen Ersatz- und Erweiterungsteile dafür. Allen voran sehr praktische PDBs (Power Distribution Boards), die einen super sauberen und auch leichten Aufbau ermöglichen. Beispielsweise so ein PDB hier:

http://www.banggood.com/NAZE32-Integrate-PCB-Board-Power-Distribution-Board-For-QAV250-ZMR250-Quadcopter-p-989404.html?p=I2141717791542015068

Damit bietet der Rahmen auch bei späteren Erweiterungen (z.B. ein OSD) genug Spielraum. Außerdem ist bei so einem PDB bereits ein Spannungswandler mit drauf integriert, der die Eingangsspannung von 3S und 4S Lipos auf 5V runter regelt, um die Flugsteuerung betreiben zu können. Die meisten ESCs haben einen integrierten Spannungswandler (BEC), doch die ESCs, die ich empfehlen werde haben sowas nicht. Also muss man die Flugsteuerung anders versorgen und das geht mit so einem PDB am elegantesten.


Flugsteuerung

Damit der Copter überhaupt fliegen und daher seine Lage in der Luft halten kann, braucht man eine Flugsteuerung. Heutzutage gibt es sehr gute und günstige 32Bit Flugsteuerungen, die für die 250er Klasse gerade zu prädestiniert sind. Ich persönlich habe bisher nur Erfahrungen mit dem CC3D gemacht und bin sehr zufrieden. Sie bietet alles, was ein Anfänger braucht, um ordentlich fliegen lernen zu können (Flugstabilisierung) und später hat man aber auch die Möglichkeit eben die Flugstabilisierung auszustellen, um dann wie die Pros alles selbst zu machen. Es gibt den CC3D in mehreren Varianten:

Die normale Variante:
http://www.banggood.com/OpenPilot-CC3D-Flight-Controller-Bent-Pin-STM32-32-bit-Flexiport-p-956366.html?p=I2141717791542015068

Die kleine Atom Variante:
http://www.banggood.com/OpenPilot-CC3D-Atom-Mini-CC3D-FPV-Flight-Controller-CC3D-EVO-p-970762.html?p=I2141717791542015068

Die noch kleinere Nano Variante des Atom:
http://www.banggood.com/Openpilot-MINI-CC3D-NANO-Atom-Flight-Controller-for-QAV250-Multicopter-250-Frame-Kit-p-992324.html?p=I2141717791542015068

Ich würde ganz klar die Nano Variante empfehlen. Sie ist nicht nur kleiner und wiegt weniger (und bei der 250er Klasse kommt es auf jedes gesparte Gramm an!), sie hat auch den USB Eingang in Flugrichtung links am Gehäuse und nicht hinten. Das mag im ersten Moment vielleicht nicht so wichtig klingen, doch gerade als Einsteiger ist man andauernd dabei irgendwelche Einstellungen zu ändern und auszuprobieren. Und das ist dann suuuuper nervig, wenn man irgendwie versuchen muss das MiniUSB Kabel von ganz hinten durch die ganzen anderen Kabel im Copter zu schieben, um dann endlich den USB Eingang des CC3D irgendwie zu treffen. Selbst wenn man ein PDB genutzt hat. Mich hat das so sehr genervt, dass ich mir dann doch die Nano Variante geholt hab. Daher empfehle ich die Nano Variante. Wenn ihr nicht die Nano Variante nehmen wollte, dann achtet zumindest darauf eine Variante zu nehmen, wo die Motor Pins abgewinkelt sind. So hat man die Motorsteuerungs-Signalkabel an der Seite und der Platz oberhalb der Flugsteuerung bleibt frei für beispielsweise dem Empfänger, etc.


Flugsteuerungs-Software

Hat man erstmal die Hardware der Flugsteuerung, muss man sie mit der notwendigen Software bespielen. Der CC3D wird vermutlich schon mit einer vorinstallierten Version geliefert, dennoch sollte man sie als erstes mit der neuesten Variante bespielen. Als Einsteiger würde ich ganz klar dRoning als Flugsteuerungssoftware empfehlen:

http://www.dronin.org/

Das ist eine sehr einfach zu bedienende Software, die einem anhand eines Wizards Schritt für Schritt durch die Installation nimmt. Am Ende ist sogar die Funke einprogrammiert und man kann sofort los fliegen. Sehr genial gemacht. Man kann aber auch genug Einstellungen ändern, um die Kontrolle des Copters immer weniger der Flugsteuerung zu überlassen, sondern es selbst zu übernehmen. Stichwort: Kunstflug, akrobatische Flips und Loops, etc. So kann man als Einsteiger sofort los fliegen und je besser man wird, desto mehr kann man sich an den Einstellungen versuchen. Ganz später, wenn man wirklich gut geworden ist, kann man dann auch Cleanflight, eine andere Software, die man sehr einfach auf den CC3D aufspielen kann, ausprobieren. Cleanflight erlaubt einem viel tiefer gehende Einstellungen zu machen. Allerdings _muss_ man sie meistens auch machen. Mit Cleanflight einen Copter stabil zu bekommen bedarf schon ein wenig mehr Erfahrung und Konfiguration. Aber das wird man später selbst schon rausfinden. 🙂


ESCs (Motorsteuerungen)

Mein Lieblingsthema! ESC steht für „electronic speed controller“ und steuert damit die Umdrehungsgeschwindigkeit des angeschlossenen Motors. Man benötigt pro Motor also einen ESC, bei einem Quadrocopter als vier an der Zahl. Daher ist es super wichtig, gleich die richtigen ESCs zu nehmen, weil man ansonsten eine 4-fache Fehlinvestition hatte.

Meiner Meinung nach kann man an fast allen anderen Dingen am Copter sparen, aber die ESCs und die Motoren sollte man ordentlich wählen. Selbst und gerade als Einsteiger würde ich hier nicht sparen. Denn wenn man ordentliche ESC und dazu passende Motoren hat, dann fliegt es sich auch viel leichter. Viele meiner anfänglichen Probleme rührten einfach auch daher, dass der Copter zu träge war in der Umsetzung meiner Steuerungsbefehle.

Nun aber zu meiner Empfehlung, bzw. erstmal zu meiner Anti-Empfehlung:

Hier hätte ich locker über 100 Euro sparen können, hätte ich mich vorher besser im Internet informiert. Ich wusste, es kommt sehr darauf an, gute ESCs zu haben. Sind sie langsam und träge, ist der Copter entsprechend träge und man hat seine Schwierigkeiten präzise zu fliegen. Und Präzision ist super wichtig, wenn man einen Race Copter nicht gerade langsam per Kamerabild durch die Gegend fliegen will. Da kommt es auf Bruchteilen von Sekunden an, ob man gegen den nächsten Baum klatscht oder eben super geschmeidig knapp drüber hinweg fliegt. Also hatte ich mich damals informiert und mich für die KISS ESCs von Flyduino in der 12A Variante entschieden. Und ich muss sagen bis heute kann ich nichts gegen diese Variante der ESCs sagen. Sie sind super klein und leicht. Sind super präzise und schnell. Perfekt für einen Copter in der 250er Klasse. Aber wenn man jedoch mit etwas mehr Power fliegen möchte, fliegt man mit 4S Lipos anstatt mit 3S. Durch die höhere Spannung und damit der höheren Drehzahl hat man da ordentlich Power. Doch dadurch hat man auch höhere Ströme, die die ESCs verkraften können müssen. Also entschied ich mich, obwohl die 12A ESCs noch alle super liefen, die 18A Variante zu kaufen, denn ich wollte unbedingt 4S ausprobieren. Da die 12A so gut liefen bei mir, hatte ich mich dann nicht noch weiter im Internet schlau gemacht. Hätte ich das, hätte ich die vielen Hinweise auf spontane Selbstentzündung der KISS ESCs gesehen. Gleich beim ersten Flug mit den neuen ESCs stürzte ich aufgrund eines Pilotenfehlers meinerseits ab. Wie gewohnt nahm ich entspannt die FPV Brille vom Kopf und schaute in Richtung Absturzstelle. Und plötzlich sehe ich meinen Copter in Flamen aufgehen! Es hatte glücklicher Weise „nur“ den ESC erwischt. Aber dennoch, mal eben so 18€ verbrannt – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Ganze Spiel wiederholte sich leider danach noch mehrmals, sodass ich ins Gesamt drei weitere ESCs nachbestellen musste. Mit den 12A hatte ich nie Probleme, aber die 18A sind mir sogar mit 3S Lipos durchgebrannt wie nichts. Also an dieser Stelle eine ganz klare Warnung! Kauft nicht die 18A KISS ESCs. 🙁

Genug davon, was doof ist. Jetzt kommt endlich der positive Teil! Denn es gibt wirklich sehr gute ESCs! Bisher ist zumindest nirgends einer davon abgeraucht oder anderweitig negativ darüber berichtet worden. Sie bieten 20A an und halten damit genug aus um auch locker 4S zu fliegen. Die Rede ist von den RG20A von Rotorgeeks!

http://rotorgeeks.com/index.php?route=product/product&path=34_43&product_id=316

Diese ESCs scheinen super robust zu sein und das ist gerade als Einsteiger wichtig, wenn man nicht ewig Geld sinnlos reinpumpen möchte, wie ich mit den 18A KISS. Sie kommen bereits mit BLHeli 14 bespielt. Das ist eine optimierte Firmware speziell für Heli & Copter ESCs. Die ESCs unterstützen Damped Light oder auch Active Breaking genannt. Das heißt die Motoren werden aktiv gebremst, wenn man Gas wegnimmt, anstatt sie einfach weiter drehen zu lassen. Das führt wiederum zu direkteren Umsetzung des Gashebels. Man kann sehr viel feiner/schneller aufsteigen und auch wieder absteigen! Am besten schaut ihr euch einige Videos auf Youtube zu diesem Thema an.

Ich würde gleich das Starterset von Rotorgeeks bestellen:

http://rotorgeeks.com/index.php?route=product/product&path=34_43&product_id=308

Denn da sind neben 4xESCs auch noch ein kleiner Spannungswandler und ein Adapter zum Programmieren der ESCs dabei. Da diese ESC keine BEC drauf haben, also keinen Spannungswandler auf 5V, um die Flugsteuerung damit speisen zu können, liefert Rotorgeeks in diesem Set gleich einen Spannungswandler mit. Habt ihr euch für das oben genannte PDB entschieden oder ein anderes mit 5V Spannungswandler drauf, dann braucht ihr das eigentlich nicht. Aber es gibt bei dem Preis den Wander quasi umsonst dazu, also kann man da nicht so viel falsch machen.

Den Programmieradapter benötigt man, wenn man eine neue BLHeli Version auf die ESCs aufspielen will oder einfach die Konfiguration ändern möchte. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen und lieber gleich mitbestellen.

Ich würde zur Reserve zusätzlich noch einen 5. ESC bestellen. Denn da die ESCs aus Toronto/Kanada verschickt werden, kann es schon um die 8 – 12 Tage brauche, bis die ESCs dann ankommen. Und wenn dann doch mal ein ESC kaputt geht, kann man eben solange erstmal nicht mehr fliegen.


Motoren

Im Nachhinein würde ich auch bei den Motoren nicht sparen. Auch wenn der Effekt nicht ganz so groß ist, wie bei den ESCs. Aber wenn ich bedenke, wie viele Ersatzmotoren ich schon bestellt habe…

Es gibt mehrere Klassen an Motoren, die man auf einem 250er Racer anbringen kann. Die gängigsten sind auf jeden Fall die 1806er und die 2204er Klasse. Die 1806er Klasse ist etwas kleiner und wiegt entsprechend weniger. Die 2204er ist dementsprechend größer und schwerer. Aber meistens sind die 2204er allein schon aufgrund des größeren Durchmessers des Motorschaftes resistenter gegen einen Aufprall. Ich würde daher gleich die 2204er empfehlen und zwar die 2204/2300KV von Cobra:

http://n-factory.de/onlineshop/Cobra-2204-2300kv-Brushless-Motor-CM-2204-28

http://redbee-copter.de/epages/77f1fde8-5650-44dd-b19f-1e85d44c72c5.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/77f1fde8-5650-44dd-b19f-1e85d44c72c5/Products/1113

Aber dadurch, dass diese Motoren so beliebt sind, sind sie auch kaum zu erhalten. In beiden verlinkten Shops sind sie aktuell nicht verfügbar. Aber das Warten lohnt sich bei diesen Motoren auf jeden Fall!


Lipos

Wie bei allen anderen Teilen an einem Copter auch, spielt auch das Gewicht des Lipos eine entscheidende Rolle. Je größer der Lipo, umso länger kann ich damit fliegen, trifft nicht so ganz zu. Der größere Akku sorgt aufgrund seines hohen Eigengewichts nämlich nur für wenig mehr Flugzeit. Jedoch beeinflusst das höhere Gewicht die Agilität des Copters, gerade in der 250er Klasse, wesentlich! Ich würde daher lieber viele kleinere Lipos empfehlen anstatt weniger großer.

Ich würde daher 3S/4S Lipos mit einer Kapazität zwischen 1000mah – 1800mah empfehlen.

Man kann dabei günstige Lipos beispielsweise von Turnigy die Nano Tech verwenden:

Turnigy nano-tech 1300mah
http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=32553

Oder welche von SLS (Stefans Liposhop).

SLS XTRON 1250mah
http://www.stefansliposhop.de/liposhop/SLS-XTRON/SLS-XTRON-30C/SLS-XTRON-1250mAh-3S1P-11-1V-30C-60C::999.html


Update:
Was das restliche Equipment angeht, so habe ich mittlerweile eine recht übersichtliche Liste mit allen notwendigen Teilen erstellt, die ich auch immer wieder pflege:

FPV Racer Einkaufsliste